Kategorie: Philosophie

  • Wenn die Fraglichkeit unerträglich wird

    Warum werden geschlossene Weltbilder so verführerisch, dass sie Zweifel, Feindbilder und sogar die eigene Vernichtung in Sinn verwandeln? Das Essay deutet Fanatismus als Flucht vor der Fraglichkeit des Daseins. Mit Heidegger, Husserl, Freud, Jung und Hartmut Rosa untersucht es, wie Identität, Projektion, archetypische Besessenheit und Pseudo-Resonanz ineinandergreifen – und warum Prävention Räume für Ambivalenz, Selbstübernahme…

  • Die Neugier und die Erfindung der Welt

    Der Essay verfolgt Neugier von der körperlichen Welterkundung des Kindes über biologische Exploration, philosophisches Staunen und konstruktivistische Unterscheidungen bis zu Wissenschaft, KI und Altern. Er fragt, wie Beobachter und Instrumente Wirklichkeit erschließen, unterscheidet vertiefende von konsumptiver Neugier und deutet das Alter als unbekannte Landschaft. Die erweiterte Fassung bezieht den Venedig-Dialog 2026 über Bewusstsein, Wahrnehmung und…

  • Selbstempfundene Dummheit

    Warum kann eine Wissenslücke zum Urteil „Ich bin dumm“ werden? Ein Essay über Rateshows, Beschämung, fremde Maßstäbe und eigenes Denken.

  • Der Durchblicker ohne Sicht

    Warum schnelle Einordnung den Blick auf den einzelnen Menschen verstellen kann Wir leben in einer Welt, in der schnelle Orientierung als Stärke gilt. Wer Menschen, Konflikte und Nachrichten rasch einordnen kann, scheint Durchblick zu besitzen. Doch dieser Durchblick kann blind machen. Denn manchmal sehen wir nicht mehr, was vor uns geschieht. Wir erkennen nur noch…

  • Scham, Erinnerung und der Blick des Anderen

    Der Essay fragt, warum beschämende Erlebnisse jahrzehntelang gegenwärtig bleiben können. Ausgehend von Sartres Blick des Anderen verbindet er Husserls Analysen von Fremderfahrung, Erinnerung und Sedimentierung mit Berger und Luckmann, Luhmann und Befunden zum emotionalen Gedächtnis. Scham erscheint dabei als Zusammenspiel von Selbstbild, Körper, Erinnerung und gesellschaftlichen Erwartungen.